Lärmszene Aktuell

Missbräuchlicher Sportwagenlärm

Es braucht Lärmmessfallen und Bussen, denn wer mit offener Auspuffklappe durch bewohntes Gebiet fährt, ist eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

Bundesgerichtsentscheid fordert Ausschöpfung aller Sanierungsmassnahmen

Der Entscheid zur Zuger Altstadt (1C_589/2014, Urteil vom 3. Februar 2016) bestätigt unsere Forderung für Lärmsanierungen: 'Ein Mix aus allem Möglichen, und nicht möglichst Nix' und regt einen Probelauf mit Tempo 30 an.

IG Kehlhof interveniert gegen unzureichenden Lärmschutz

Der von der Fachstelle Lärmschutz des Tiefbauamtes Kanton Zürich vorgesehene Lärmschutz entlang der Seestrasse in Stäfa reicht nicht aus.

Der Abgas- ist auch ein Lärmskandal

Was der VW-Abgasmess-Skandal in den USA jetzt zutage bringt, praktiziert die Fahrzeugindustrie auch beim Motorenlärm. Die Politik muss ihnen endlich auf die Finger klopfen!

Strassenlärmsanierungen in Verzug

Die Fristen laufen bald ab, aber vielerorts sind Lärmsanierungen in Verzug: Was können betroffene Hauseigentümer tun?

Güterverkehr

Zu alter Stand der Technik und massive Erschütterungen.

Längs der schweizerischen Güterverkehrsstrecken wird weiterhin krank machender Lärm toleriert:

▪    Die durchgeführten Lärmsanierungen bewirken einen Schutzgrad von nur ca. 55% gegenüber den gesetzlich vorgeschriebenen 66%. Das mit dem Bundesgesetz über die Lärmsanierung der Eisenbahnen deklarierte Schutzziel von zwei Dritteln wird deshalb dort, wo es am nötigsten wäre, klar verfehlt.

▪    Der Schutzgrad wird noch weiter sinken, wenn der Verkehr nach Eröffnung des Gotthard-Basistunnels zunimmt.

▪    Die geltenden Belastungsgrenzwerte für Bahnlärm sind über dreissig jährig. Sie tragen den heutigen dichten Zugfolgen keine Rechnung. Daher gehört der Lärmbonus abgeschafft. Die Belastungsgrenzwerte sind gesamthaft zu überprüfen – auch diejenigen für die Strasse. Das UVEK sieht aber bloss die Überprüfung der Fluglärmbelastungsgrenzwerte vor, weil der Entscheid des Bundesgerichts zum vorläufigen Betriebsreglement des Flughafens Zürich von Ende 2010 dies verlangt.

▪    Im selben Entscheid verlangte das Bundesgericht, Aufwachreaktionen zur Nachtzeit mittels Schallschutzmassnahmen zu verhindern. Überträgt man diese Vorgabe rechtsgleich auf das Schienennetz, dann sind die realisierten Lärmminderungsmassnahmen absolut ungenügend. Verantwortlich dafür sind der Lärmbonus der Bahnen und die hohen tolerierten Dauerschallpegel zufolge flächendeckender Aufstufung längs Bahngleisen auf die Empfindlichkeitsstufe III.

Anwohnende an Bahnstrecken leiden zusätzlich unter massivem Körperschall und Erschütterungen. Die seit Jahren überfällige Erschütterungsverordnung soll demnächst erlassen werden. Sie sieht 30-jährige Sanierungsfristen vor und trägt daher der Verhinderung von Aufwachreaktionen noch lange keine Rechnung.

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