Fokus Lärm und Gesundheit

Verkehrslärm gefährdet die Gesundheit – besonders nachts.

Statistische Erhebungen belegen, dass Lärm die Gesundheit schädigt.

Schutzstandards verschärfen.

Lärmbelastungen erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Lärm gefährdet Gesundheit – unsere Forderungen.

nachtruhe

Die Forderungen der Lärmliga Schweiz:

Lärm ist nicht nur lästig, sondern gesundheitsschädlich! Das zeigen statistische Langzeiterhebungen deutlich. Der Verkehrslärm von Strasse, Bahn und Flugzeugen gefährdet die Gesundheit von Millionen Menschen in der Schweiz. Die grössten Lärmverursacher dabei sind die Strassen. Die Trends hin zu mehr Verkehr, grösseren Fahrzeugen und dichterer Bauweise erhöhen die Lärmbelastung stetig. Die Grenzwerte werden vielerorts überschritten, oft rund um die Uhr. Besonders lärmige Fahrzeuge, die aus dem Dauerlärmteppich heraus ragen, provozieren namentlich nachts Aufwachreaktionen, die als besonders gesundheitsschädlich erwiesen sind. Was die Lärmliga fordert: Einen Mix aus allem Möglichen statt möglichst nix. Lesen Sie hier.

Damit geht es nicht bloss um Lästigkeitsprophylaxe, welche die Behörden trotz Umweltschutzgesetz (USG) nie richtig ernst genommen hatten, sondern es geht um das Grundrecht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Wenn dieses berührt ist, kann gemäss EU-Verträgen und auch gemäss den Bilateralen jeder Staat vom Grundsatz des freien Warenverkehrs abweichen. Folglich hätten die Schweizerischen Behörden Handlungsmöglichkeiten, wenn sie nur wollten.

«Die Befunde sind erschreckend und sollten für alle ein Alarmsignal sein.»

Mit alarmierenden Ergebnissen gelangten die neuesten Studien zum Fluglärm an die Öffentlichkeit. So bewiesen die Mainzer Universitätsklinik und das Karolinka-Institut in Stockholm, dass Fluglärm des nachts bei gesunden Menschen zu Gefässfunktionsstörungen, einem erhöhten Stresshormonspiegel und zu einer Schlafqualitätsminderung mit erhöhtem Blutdruck und mit 'drastischen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System' führen könne. Erhöhter Blutdruck ist ein wichtiger Risikofaktor für die spätere Entwicklung von Herzinfarkt und Schlaganfall. "Die größten Befürchtungen werden mit der Studie belegt. Die Befunde der Untersuchung der Universitätsmedizin sind erschreckend und sollten für alle ein Alarmsignal sein."

Lesen Sie auch den Artikel der Sonntagszeitung, 08.03.2015 "Fluglärm macht depressiv".
Ein Interview mit Epidemiolog Eberhard Greiser, Professor am Zentrum für Sozialpolitik der Universität Bremen und Inhaber der Firma Epi.Consult.

> Zu den wissenschaftlichen Studien zur Gesundheitsschädigung

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