Fokus Lärm und Gesundheit

Verkehrslärm gefährdet die Gesundheit – besonders nachts.

Statistische Erhebungen belegen, dass Lärm die Gesundheit schädigt.

Schutzstandards verschärfen.

Lärmbelastungen erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Statistik und Epidemiologie

Mittels Statistik und Epidemiologie wird Lärmwirkungsforschung betrieben und bewiesen

Die neueste Lärmwirkungsforschung arbeitet mit Gesundheits- und anderen Daten der Bevölkerung, welche sie über zehn bis 20 Jahre erfasst und mit der dortigen Verkehrslärmbelastung verknüpft. Neben den soziografischen Daten wie  Alter, Geschlecht, Schulbildung, Beruf etc. werden auch Risikofaktoren wie Rauchen oder Trinken, Wohnlage, Lärmexposition der (wechselnden) Wohnsitze, allenfalls vorhandene Schallschutzfenster, Gesundheitszustand ( Medikamente), Todesdaten usw. erfasst. Die Angaben kommen aus Volkszählungen oder von Krankenversicherern.

Die Lärmexposition wird geokodiert erhoben und berücksichtigt an diesem Ort berechnete Verkehrslärmbelastungen. Mittels multipler Regression wird dann herauszufinden versucht, ob signifikante, d.h. statistisch aussagekräftige Zusammenhänge bestehen z.B. zwischen Krankheiten und einer erhöhten Lärmbelastung.

Das Vorgehen ist damit ähnlich wie bei den inzwischen vom Bundesgericht anerkannten sog. hedonischen Modellen für die Lärmminderwertsberechnung von Liegenschaften, welche die Liegenschaftenschätzpraxis in den letzten Jahren auf eine neue Basis gestellt haben (BGE 134 II 49).

Was ist Epidemiologie?

Die Epidemiologie befasst sich wissenschaftlich mit der Verbreitung sowie den Ursachen und Folgen von gesundheitsbezogenen Zuständen und Ereignissen in der Bevölkerungen. Man untersucht die Faktoren, die zu Gesundheit und Krankheit von Menschen beitragen, und bestimmt daraus die Massnahmen, die im Interesse der Volksgesundheit unternommen werden.

Signifikante Zusammenhänge zwischen Herzinfarktrisiko und langdauernden Lärmbelastungen sind heute nachgewiesen: Lärm macht krank, ja ist verantwortlich für erhöhte Sterberisiken. Der Staat kann es sich nicht erlauben, auf wirksame Schutzmassnahmen zu verzichten, wenn das Recht auf Leben und Gesundheit in Gebieten mit hohen Lärmbelastungen nachweislich aufs Spiel gesetzt werden.

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