Fokus Lärm und Gesundheit

Verkehrslärm gefährdet die Gesundheit – besonders nachts.

Statistische Erhebungen belegen, dass Lärm die Gesundheit schädigt.

Schutzstandards verschärfen.

Lärmbelastungen erhöhen das Herzinfarktrisiko.

Studien zu Lärm und Volksgesundheit

Wissenschaftliche Studien

Die Lärmliga bezieht sich unter anderem auf folgende Studien:

Aircraft Noise, Air Pollution, and Mortality From Myocardíal Infarction (englisch)
for the Swiss National Cohort Study Group, Epidemiology. 2I(6) :829-836, November 2010.

Diese Studie beruht auf einer Langzeitauswertung von umfassenden Personendaten aus den letzten beiden schweizerischen Volkszählungen. Sie zeigt erstmals statistisch, dass das Herzinfarktrisiko bei Fluglärmbelastungen >45 dB(A)Leq bei Männern signifikant ansteigt, wobei der Anstieg ab Belastungen >60 dB(A)Leq markant ist. Voraussetzung ist, dass diese Personen langfristig, d.h. eher länger als 15 Jahre, in einem mit Fluglärm belasteten Gebiet wohnten. 

Beeinträchtigung durch Fluglärm: Arzneimittelverbrauch als Indikator für gesundheitliche Beeinträchtigungen,

Forschungsprojekt im Auftrag des Umweltbundesamtes
Eberhard Greiser, Katrin Janhsen, Claudia Greiser:, FuE-Vorhaben,
Förderkennzeichen 205 51 100, November 2006, März 2007

Vgl. zudem Metastudien, welche Überblicke über andere Studien verschaffen:

Gesundheitliche Auswirkungen von Fluglärm, Übersichtsarbeit
Martin Kaltenbach, Christian Maschke, Rainer Klinke, Dtsch Arztebl 2008; 105(31–32): 548–56.

Fluglärm-Studie der Mainzer Universitätsmedizin (Juli 2013)
Die Untersuchung der II. Medizinischen Klinik und Poliklinik der Universitätsmedizin Mainz beweisen: Fluglärm könne bei gesunden Menschen zu Gefäßfunktionsstörungen, einem erhöhten Stresshormonspiegel und zu einer verminderten Schlafqualität mit drastischen Auswirkungen auf das Herz-Kreislauf-System führen. "Die größten Befürchtungen werden mit der Studie belegt, denn die Befunde der Untersuchung der Universitätsmedizin sind erschreckend und sollten für alle ein Alarmsignal sein."

Studie des Karolinka-Instituts (Stockholm) - englisch

Die Forscher des Karolinska-Instituts in Stockholm haben in einer langjährigen Studie herausgefunden, dass wegen Lärm verstärkt Hormone augeschüttet werden, die dick machen. Wegen des ständigen Lärms - vor allem nachts - schüttet der Körper verstärkt Stresshormone aus, insbesondere Cortisol, welches wiederum Heisshunger-Attacken auslöst.

Weitere Studien laufen noch. So soll die Norah-Studie, an der mehrere Unis und Institute beteiligt sind, bis Sommer 2014 erste Ergebnisse über die längerfristige Auswirkung von Verkehrslärm im Allgemeinen liefern.

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