Lärmszene Aktuell

Missbräuchlicher Sportwagenlärm

Es braucht Lärmmessfallen und Bussen, denn wer mit offener Auspuffklappe durch bewohntes Gebiet fährt, ist eine Gefahr für die öffentliche Gesundheit.

Bundesgerichtsentscheid fordert Ausschöpfung aller Sanierungsmassnahmen

Der Entscheid zur Zuger Altstadt (1C_589/2014, Urteil vom 3. Februar 2016) bestätigt unsere Forderung für Lärmsanierungen: 'Ein Mix aus allem Möglichen, und nicht möglichst Nix' und regt einen Probelauf mit Tempo 30 an.

IG Kehlhof interveniert gegen unzureichenden Lärmschutz

Der von der Fachstelle Lärmschutz des Tiefbauamtes Kanton Zürich vorgesehene Lärmschutz entlang der Seestrasse in Stäfa reicht nicht aus.

Der Abgas- ist auch ein Lärmskandal

Was der VW-Abgasmess-Skandal in den USA jetzt zutage bringt, praktiziert die Fahrzeugindustrie auch beim Motorenlärm. Die Politik muss ihnen endlich auf die Finger klopfen!

Strassenlärmsanierungen in Verzug

Die Fristen laufen bald ab, aber vielerorts sind Lärmsanierungen in Verzug: Was können betroffene Hauseigentümer tun?

Basel

Verein Ausbau Osttangente – so nicht!

Als im Jahre 2008 ein Projekt zur Engpassbeseitigung an der Osttangente (OT) in Basel publik wurde, welches eine oberirdische Verbreiterung der bestehenden Autobahn mitten durch die Stadt mit Abbruch von Wohnhäusern vorsah, wurde die Anwohnerschaft im Kleinbasel alarmiert und sie beschloss, sich gegen dieses  unsinnige Vorhaben zu wehren. Im April 2010 gründeten wir unseren Verein „Ausbau Osttangente - so nicht!“, der sich neben einer stadtverträglichen Linienführung der OT auch für den Erhalt der Lebens- und Wohnqualität im Quartier einsetzt.

Wir arbeiten eng mit der Partnerorganisation „IG Osttangente“ im Grossbasel zusammen, die praktisch identische Ziele verfolgt. Im Jahre 2011 lancierten wir eine Petition an Bundesrätin Doris Leuthard mit den Forderungen, die Planung für die oberirdische Verbreiterung der OT sofort zu stoppen, eine Tunnellösung ins Auge zu fassen und den dringend notwendigen Lärmschutz entlang der Autobahn unverzüglich an die Hand zu nehmen. Die politisch äusserst breit abgestützte Petition wurde von über 11’000 Personen unterzeichnet und im Mai 2011 übergeben. Sie bewirkte, dass das ASTRA und das kantonale Bau- und Verkehrsdepartement eine Tunnelvariante prüften und sich im Juli 2014 für diese Lösung entschieden, was wir als grossen Erfolg feierten.

Ein Wermutstropfen ist natürlich, dass der Tunnel frühestens 2037 realisiert sein und die bestehende oberirdische lärmige OT auch weiterhin die Stadt durchschneiden wird. Ungelöst bleibt somit die Lärm- und Gestankproblematik. Obwohl von niemandem bestritten wird, dass an der Autobahn die Immissionsgrenzwerte überschritten werden und die OT deshalb lärmtechnisch saniert werden muss, ist zu befürchten, dass bis zur Fertigstellung des Tunnels wenig bis nichts geschieht. Die beiden Anwohnerorganisationen haben deshalb letztes Jahr erneut Unterschriften für eine Petition, diesmal an den Grossen Rat BS, mit dem Ziel gesammelt, dringend notwendige Lärmschutzmass-nahmen umgehend umzusetzen. Eben hat dieser Rat das Anliegen unterstützt, bis jedoch das Notwenigste realisiert sein wird, fliesst sicher noch viel Wasser den Rhein hinunter. Eingezwängt zwischen der Nationalstrasse und der parallel dazu verlaufenden, kürzlich auf vier Gleise ausgebauten Eisenbahn im Osten sowie dem Chemieriesen Hoffmann-La Roche im Westen wehren wir uns darüber hinaus auf dem Rechtsweg gegen die Bahn, deren Ausbaupläne im Zusammenhang mit der NEAT einen völlig ungenügenden Lärmschutz vorsehen, und der Bedrängung durch die wuchernden, uns völlig einengenden Entwicklungspläne der Roche. Uns ist klar, dass wir weiterhin für unsere Lebensqualität hart werden kämpfen müssen, was wir auch tun werden.

zurück