Good News für Anwohnende unter Anflugschneisen

Lärmarmes Anflugverfahren erfolgreich getestet

Der lange geforderte «Continuous Descent Approach» CDA rückt seiner Einführung endlich näher. Forscher der Empa und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) testeten am Flughafen Zürich ein Assistenzsystem, das Piloten bei leisen und zugleich sparsamen Anflügen unterstützt. Die Idee dahinter: Ein Verkehrsflugzeug «segelt» mit minimalem Power Setting ab Beginn des Sinkfluges bis zur Pistenschwelle. Das ist an einigen Flughäfen bereits Standard, z.B. in Brüssel. Bei starkem Verkehrsaufkommen, bei welchem die Flugzeuge möglichst dicht hintereinander auf den Landestrahl einfädeln, und in komplexen Lufträumen mit gekrümmten Anflugwegen war das Verfahren aber bisher nicht möglich. Das neue System - vergleichbar einem System für teilautonomes Autofahren – entlastet die Pilot*innen und ermöglicht den «Segelflug» auch unter komplexen Bedingungen. Resultat: Der Anflug wird wahrnehmbar (- 1 bis -1,8 dB je nach Standort unter dem Anflugweg) leiser. Die bisher lautesten Ausreisser entfallen (- 3 dB). Das System entlastet aber nicht bloss die Anwohnenden, sondern auch die Umwelt: Es reduziert den Treibstoffverbrauch markant… und deshalb dürfen wir doch hoffen, dass es von den Fluggesellschaften eingeführt wird, wenn es serienreif ist.

Weiterführende Informationen zum Pilotenassistenzsystem LNAS finden Sie hier.

Informationen zu lärmarmen Anflugverfahren dank optimierten Auftriebshilfen und idealer Konfiguration (DYNCAT) finden sie hier.

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