Lärmdisplay-Versuch enttäuscht

Lärmdisplay bringt nicht die erhoffte Ruhe

Das Bundesamt für Umwelt BAFU sucht nach Möglichkeiten, wie man Fahrerinnen und –fahrer lauter Autos und Motorräder für eine leisere Fahrweise sensibilisieren kann. In einem Pilotversuch hat das BAFU den Einsatz eines Lärmdisplays getestet. Am Ortsausgang von Metzerlen im Kanton Solothurn wurde auf der beliebten Strecke in Richtung Challpass bzw. Laufen ein Lärmdisplay installiert. Ähnlich wie bei der Geschwindigkeit in 30er Zonen zeigte dieses den Verkehrsteilnehmenden mit einem lachenden oder traurigen Smiley auf einem Display an, ob die Fahrweise wenig Lärm verursacht oder zu viel. Der Test brachte jedoch nicht den erhofften Erfolg: weder die Geschwindigkeit noch der Lärm hat sich verringert.

Die Lärmliga Schweiz ist nicht erstaunt darüber, dass diese gut gemeinte erzieherische Massnahme scheiterte. Denn die eingefleischten Auto- und Töffposer empfinden schon sanfte Hinweise darauf, dass sie unnötig laut sind, als Provokation. Und machen noch mehr Krach. Da nützen Sensibilisierungskampagnen gar nichts. Solange die Schweiz solche Krachboliden nicht verbietet und aus dem Verkehr zieht, helfen nur mobile und stationäre Lärmblitzer, mit denen die Polizei Lärmexzesse büssen kann.

Mehr zum Pilotversuch mit Lärmdisplay finden Sie hier.

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